ÜBER MICH

Es sind die inneren Veränderungen, die sich im äußeren Leben zeigen.

In meinem Familiensystem bin ich Enkelkind, Tochter, Nichte, Schwester, Cousine und Großcousine. Inzwischen bin ich auch eine glückliche Ehefrau und eine liebende Mutter von zwei wundervollen Kindern.

So wie alle Menschen befinde ich mich auf meinem ureigenen Weg durch das Leben. Auf unseren Lebenswegen durchwandern wir alle persönliche Erfahrungslandschaften.

Die Landschaft meiner Kindheit ist geprägt von den grünen Hügeln und Wäldern der Voreifel. Dort lebt die Familie meiner Mutter schon seit vielen Generationen in einem kleinen Dorf, in dem viele meiner Vorfahren geboren und gestorben sind. Wenn ich in meiner Heimat spazieren gehe, fühle ich mich sofort zurückversetzt in die behütete Zeit meines Anfangs. Dabei sind es nicht nur die eigenen Erinnerungen, die mir auf der Runde um das Dorf begegnen, sondern auch die Erlebnisse meiner Vorfahren. So ist für mich die ganze Gegend beseelt von unserer Familiengeschichte.

Unabhängig davon, wo wir herkommen und wo wir hingehen, sind wir immer auf der Suche nach uns selbst. Zu Beginn unseres Lebens haben wir noch keine konkreten Vorstellungen davon, wer wir sind. Während wir heranwachsen und auf unserem Lebensweg vielfältige Erfahrungen machen, können wir aber zunehmend eine Ahnung davon entwickeln. Dabei hilft es auf die persönlichen Anlagen zu achten, die uns schon als Kind ausgezeichnet haben. Denn in jedem von uns schlummert etwas Einzigartiges, das uns trotz der grundlegenden Zugehörigkeit zu unseren Familien, deutlich unterscheidet.

Entwicklungsraum - Praxis für ganzheitliche Entwicklung Judith Hemmert - Über mich

Bei mir ist es eine natürliche Spiritualität, die mich schon als kleines Mädchen dazu gebracht hat, mich mit den großen Fragen des Lebens zu beschäftigen. Meine Eltern haben mich immer liebevoll in meinem Werden unterstützt, teilten diese Eigenschaft aber weniger. So war es die Frömmigkeit meiner Oma und der Religionsunterricht in der Grundschule, die mir eine erste innere Orientierung gegeben haben. In der weiterführenden Schule setzte ich mich mit anderen Glaubensrichtungen auseinander, fühlte mich zum Buddhismus hingezogen und liebäugelte mit der Esoterik.

In der Oberstufe hatte ich das große Glück einen inspirierenden Philosophieunterricht zu genießen. Auch das Lehramtsstudium in Koblenz eröffnete mir viele Möglichkeiten, neben den vorgeschriebenen Inhalten, weitere Seminare in Philosophie und Theologie, aber auch in Psychologie zu belegen.

Durch die unterschiedlichen Einflüsse hat sich mein Glaubenskonzept stetig weiterentwickelt. Dabei baut es auf meinem beständigen Vertrauen auf, dass alles im Leben einen göttlichen Sinn hat. So bin ich auch heute noch zutiefst davon überzeugt, dass jeder Mensch von einer höheren Kraft gewollt ist und von dieser geführt wird. Wie sehr wir diese geistig-spirituelle Hilfe wahrnehmen, hängt ausschließlich davon ab, wie sehr wir uns ihr öffnen.

So gehen wir auf unserem Lebensweg mal schneller und mal langsamer voran. Manchmal bleiben wir stehen, oder drehen uns im Kreis. Heute weiß ich, dass jede Entwicklung ihren ganz eigenen Rhythmus hat und dass es vor allem die herausfordernden Stationen sind, die uns ein entscheidendes Stück weiterbringen.

Meine ersten beruflichen Herausforderungen erlebte ich im Schuldienst. Hier bestand die persönliche Lernaufgabe darin, meinen Idealismus mit der Realität eines rigiden Schulsystems in Einklang zu bringen. Obwohl ich in meiner jungen Naivität desillusioniert wurde, erinnere ich diese Zeit als bunt, lebendig und vielfältig. So denke ich gerne an meine Rolle als Klassenlehrerin zurück. In meiner Arbeit legte ich meinen persönlichen Schwerpunkt auf die sozial-emotionale Entwicklung der Kinder und die dazugehörige Beratung der Eltern. Auch wenn ich im schulischen Kontext jede Gelegenheit wahrnahm mich weiterzubilden, wurde mir schon früh klar, dass der von mir gewählte Beruf nicht meiner inneren Berufung entspricht. Diese Erkenntnis brachte mir erst einmal das Gefühl festzustecken. Äußerlich blieb ich erst einmal dort, wo ich war. Aber innerlich fasste ich den festen Entschluss eine Tätigkeit zu finden, die mich vollkommen erfüllt. Mit solch einem aktiven Wunsch nach Veränderung beginnen die meisten bewussten Veränderungsprozesse.

Entwicklungsraum - Praxis für ganzheitliche Entwicklung Judith Hemmert - Über mich

Es dauerte auch nicht lange, bis mir 2008 die Aufstellungsarbeit begegnete. Ich übertreibe nicht, wenn ich an dieser Stelle sage, dass sie mein Leben grundlegend verändert hat. Ich erhielt Antworten und Einsichten auf viele zuvor gestellte Fragen und konnte mich auf allen Ebenen meines Daseins weiterentwickeln. Selbst Hürden, die ich zuvor trotz willentlicher Anstrengungen nicht überwinden konnte, ließen sich in der mehrgenerationalen Betrachtungsweise plötzlich verstehen und auflösen. Auf diese Weise wurde mein Leben immer entspannter.

Im Zusammenhang mit der systemischen Arbeit erlebte ich auch zum ersten Mal, dass meine Hochsensibilität, die mich zuvor belastet hatte, einen großen Nutzen mit sich bringt. Heute habe ich diese Eigenschaft als einen wichtigen Teil meiner Persönlichkeit integriert und bin für diese Gabe dankbar, da sie mir die Arbeit als Aufstellerin wirklich erleichtert.

Entwicklungsraum - Praxis für ganzheitliche Entwicklung Judith Hemmert - Über mich

Nach meiner dreijährigen, systemischen Ausbildung entschied ich mich den Schuldienst zu verlassen und eine eigene Praxis für ganzheitliche Entwicklung zu eröffnen. In den ENTWICKLUNGSRAUM fließt nun neben meinem spirituellen und systemischen Wissen auch die pädagogischen und didaktischen Kenntnisse aus dem Lehramt mit ein. Das, was beide Berufe verbindet, ist mein Wunsch individuelle Entwicklungsprozesse zu begleiten. Denn unabhängig davon, ob wir auf kognitiver, emotionaler oder spiritueller Ebene lernen, brauchen wir dafür immer Zeit und Raum und manchmal auch eine liebevolle und kompetente Unterstützung.

Inzwischen hat mich mein Weg aus meinem Heimatdorf nach Krälingen geführt. Hier habe ich mit meinem Mann, » Markus Hemmert, unseren gemeinsamen Traum von einem Seminarhaus verwirklicht, in dem auch meine Praxisräume sind. Nach all den Veränderungen kann ich sagen, dass ich meinen Platz im Leben gefunden habe und mir selbst ein ganzes Stück nähergekommen bin.

Ich weiß: Erfolgsgeschichten, wie diese, lesen sich immer leicht. Denn der Text beschreibt nur das, was sich im Außen schon verwirklicht hat. Das, was selten im Text steht, sondern meist nur zwischen den Zeilen zu lesen ist, sind die inneren Unsicherheiten und Zweifel, die alle Veränderungsprozesse begleiten. So kostet es jeden Menschen Mut, den eigenen Weg zu gehen und ich persönlich glaube, dass dieser Weg nie zu Ende ist.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du diesen Mut immer wieder aufs Neue findest!