FRAUENKREIS

Gemeinsamkeiten führen uns zusammen, Unterschiede führen uns weiter.

In der Frauenkreisarbeit ist jede Frau eingeladen, ihre ganz eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Dabei besteht jede Persönlichkeit aus unterschiedlichen Anteilen. Diese lassen sich nach dem tiefenpsychologischen Konzept von C. G. Jung in Form von Archetypen darstellen.

Alle archetypischen Bilder entspringen unserem kollektiven Unbewussten und finden sich ebenfalls in unserem persönlichen Unbewussten wieder.
Es gibt eine Vielzahl an archetypischen Bildern und Modellen. Im Frauenkreis arbeiten wir mit einem System von zwölf Archetypen. Dabei lassen sich diesen persönlichkeitsbildenden Kräften entsprechende Themen und Eigenschaften zuordnen.

Jede dieser weiblichen Urformen ist in unserer seelischen Grundstruktur angelegt. Wie und wie stark sich diese Anlagen in unserer innerpsychischen Entwicklung verwirklicht haben, hängt ebenso von unseren eigenen Erfahrungen wie den Erlebnissen in unserer Familie ab. So ist die Erscheinung der archetypischen Kraft in unserer Persönlichkeit ein Ausdruck der eigenen Individualität.

Da uns die Existenz und Wirkung dieser archetypischen Anteile oft nicht bewusst sind, möchte ich uns Frauen einen Zugang zu diesem Feld eröffnen. Denn zu einem ganzheitlichen Frausein gehört die individuelle Entwicklung und Integration von:

  • der wilden Frau (Überlebensinstinkt, Freiheitsliebe und Naturverbundenheit)
  • der Kriegerin (Konfliktfähigkeit und innerer Frieden)
  • der Priesterin (göttliche Anbindung und Ritualarbeit auf seelischer Ebene)
  • der inneren Mutter (Hingabe, Fürsorge und Selbstliebe)
  • der Weggefährtin (Verbundenheit und Schwesternschaft)
  • der Heilerin (Wissen und Heilmethoden)
  • der Liebenden (Sinnlichkeit, Sexualität und Beziehungsfähigkeit)
  • der Künstlerin (Kreativität und die Schöpferkraft)
  • der Jungfrau (Neubeginn, Enthusiasmus und Offenheit)
  • der weisen Alten (Erkenntnisfähigkeit auf geistiger Ebene und Weisheiten)
  • der Königin (Führungskompetenz, Macht und Würde)
  • der Wandlerin (Bewegung, Transformation und Veränderung)

Die weiblichen Urbilder werden in den Kreistreffen durch Vorträge, Gespräche, Meditationen, Gesänge, Tänze, Zeremonien und Aufstellungen lebendig. Dabei lernen wir die unterschiedlichen Archetypen als kollektive Vorbilder kennen und erleben sie in der Aufstellungsarbeit als persönliche Abbilder. In diesem Zusammenhang wird auch deutlich, dass sich die kollektive und persönliche Erfahrungsebene gegenseitig bedingen und speisen.

Durch die gemeinsame Arbeit in den Frauenkreisen erschaffen wir uns einen besonderen ENTWICKLUNGSRAUM, in dem wir uns bewertungsfrei begegnen, emotional unterstützen, geistig inspirieren und spirituell erkennen können. Der Entschluss diesen Raum zu betreten, beinhaltet die Bereitschaft einen alten, weiblichen Initiationsweg zu gehen. Auch wenn wir diese Reise mit Gleichgesinnten antreten, bleiben wir unabhängig voneinander.

Dabei ist das Ziel von uns allen, das eigene Selbst wahr- und anzunehmen. In diesem Bemühen erkennen wir die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den anderen Frauen. Beides ist wichtig und wertvoll. Deswegen gilt es beide Qualitäten zu achten. So geht es in unseren Zusammenkünften in erster Linie nicht darum Freundschaften zu schließen, sondern Teil einer großen Frauenkreisbewegung zu werden, die weit über die Grenzen unserer Arbeit hinaus gehen.

Falls Du bereit bist, dich in diesem spirituellen Zusammenhang, verantwortungsbewusst deinem eigenen Leben und Werden zuzuwenden, freuen wir uns, Dich in einem unserer Kreise willkommen zu heißen.

Hier findest Du eine Übersicht über alle offene Kreisangebote.

[Termine Frauenkeis]